Hinweis: Ich habe Livia kostenlos von zur Verfügung gestellt bekommen. Darüber hinaus gibt es keine vertraglichen Vereinbarungen. Weder wurde ich für das Schreiben eines Beitrages, noch für dessen Inhalt bezahlt. Ich berichte über dieses Produkt aus freien Stücken und selbstverständlich beruht dieser Beitrag auf meiner eigenen Meinung. 

Livia – Menstruationsschmerzen einfach abschalten! Ja, ihr habt richtig gehört: abschalten! Während des Blog-Geburtstags habe ich euch dieses kleine Wundergerät schon kurz vorgestellt. Jetzt, nach einer Testphase über zwei Zyklen, kann ich euch auch endlich mehr dazu sagen.

Von diesem kleinen Gerät hatte ich schon gehört, bevor es in Deutschland verfügbar war. Da ich eigentlich rund um die Uhr damit beschäftigt bin, meine Fühler in alle Themengebiete der Frauengesundheit und FemTech auszustrecken, ging die Crowdfunding-Kampagne der Gründer natürlich nicht an mir vorbei. Auch damals war ich von der Idee schon total begeistert. Seitdem habe ich darauf gewartet, dass Livia auch endlich in good old Germany zu haben ist.

Im Rahmen des Blog-Geburtstags hatte ich dann bei den Herstellern angefragt, ob ich eines der kleinen Supergeräte an meine Leser verlosen darf. Und tatsächlich wurden mir sogar zwei Livias zur Verfügung gestellt, eins zum Verlosen und eins zum Testen. Freude! Das Video zu Livia kannst du dir hier noch einmal ansehen.

Der Blog-Geburtstag ist nun schon über einen Monat her und sowohl ich als auch die Gewinnerin hatten nun Zeit, die Geräte zu testen. Deshalb bekommt ihr heute nicht nur mein Feedback, sondern auch das der Gewinnerin. Let’s go!
Testumgebung aktiviert!

Was ist Livia?

Livia ist ein kleines Gerät, welches optisch ein bisschen an einen iPod erinnert. Diese FemTech-Erfindung ist ein reines Perioden-Gadget. Die Idee dahinter ist nämlich, Frauen ihre Periode angenehmer und schmerzfreier zu gestalten. Ganz ohne Hilfe von Schmerzmitteln und so subtil und unauffällig wie möglich.

Basierend auf einer ganz besonderen Technologie („Gate Control Theory“), sendet es spezielle Impulse an zwei Elektroden, die mittels kleiner Klebe-Pads am Unterleib angebracht werden. Dadurch werden die Nerven in diesem Bereich dermaßen stimuliert bzw. „beschäftigt“, dass die Schmerzrezeptoren blockiert werden. Und blockierte Schmerzrezeptoren können keine Schmerzsignale ans Gehirn senden. Sobald es angebracht und eingeschaltet ist, verschwinden die ungeliebten Regelkrämpfe einfach.

Dieses kleine schicke Teilchen ist so konzipiert, dass man es im Alltag verwenden kann, ohne dass es jemand sieht. Livia ist gerade mal ca. 5 x 5 cm groß und kann mit einer Klammer ganz einfach und unauffällig am Hosenbund angebracht werden. So kann man damit problemlos ins Büro, zum Shoppen oder auch zum Sport.

Wie funktioniert Livia genau?

Die Control-Gate-Theory (zu deutsch Kontrollschrankentheorie) beschreibt die Schmerzweiterleitung im Körper. Nach dieser Theorie gelangen Schmerzreize auf ihrem Weg zum Gehirn durch ein kleines „Tor“ (Gate), durch das sie auf andere Nervenzellen umgeleitet werden. Dieses Tor kann durch verschiedene Reize blockiert werden, was die Weiterleitung des Schmerzes ans Gehirn verhindert. Sendet man also Elektroimpulse in den Schmerzbereich, wird dieses Tor blockiert und der Schmerz abgeschaltet.

Diese erstaunliche Erkenntnis wurde bereits 1965 gemacht und daraus die Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS) entwickelt. Diese TENS-Geräte finden seitdem ihre Anwendung in der Schmerzbehandlung von beispielsweise Gelenk- und Muskelschmerzen, rheumatischen Schmerzen und auch bei Nervenschmerzen.

Seit März 2017 ist das Gerät nun auch in Deutschland erhältlich.

Auf die Idee, diese Art der Schmerzblockierung auch auf Menstruationsschmerzen und -krämpfe anzuwenden, kamen Chen Nachum und sein Vater Dr. Zvi Nachum aus Israel. Sie starteten ein Crowdfunding und innerhalb kürzester Zeit kam das nötige Geld zusammen, um das Livia-Gerät zu entwickeln und zur Marktfähigkeit zu bringen. Seit März 2017 ist das Gerät nun auch in Deutschland erhältlich. Dass diese Schmerzblockierung wirklich effektiv wirkt, wurde in mehreren Studien bewiesen.

Funktioniert Livia wirklich? Ich habe es getestet.

To keep a long story short: Ja! Tatsächlich war ich selbst ein bisschen überrascht darüber, wie gut dieses kleine Gerät funktioniert. Dazu muss natürlich erst einmal gesagt sein, dass ich eher durchschnittliche Schmerzen habe. Meine Regelkrämpfe beschränken sich auch ausschließlich auf den ersten und maximal zweiten Tag der Periode. Bisher habe ich sie auch ganz gut mit Magnesium-Öl, guter Ernährung, den richtigen Tees und einer guten alten Wärmflasche in den Griff bekommen. Da man mit einer um den Bauch geschnallten Wärmflasche aber schlecht vor die Tür gehen kann, bin ich ab und zu auch auf Wärmepflaster umgestiegen.

Dennoch machte mir Livia das Leben ein bisschen leichter, denn Tee, Wärmflasche und Magnesium-Öl waren tatsächlich nicht mehr notwendig.  Aber nun von vorne.

Bevor man Livia das erste Mal in Betrieb nehmen kann, muss erst mal ihr Akku 12 Stunden aufgeladen werden. Diese Zeit sollte man einplanen, damit das Gerät auch einsatzbereit ist, wenn es mit den Schmerzen losgeht. Die Benutzung ist dann super einfach. Man verbindet das Gerät mit den mitgelieferten Elektroden, klebt diese auf den Unterleib und schaltet Livia ein. Es gibt verschiedene Intensitätsstufen, die man mit einem + und – Knöpfchen auf der Oberfläche des Geräts auswählen kann. Laut Anleitung soll man bei kleiner Intensität beginnen und langsam steigern, bis der Schmerz nachlässt.

Gesagt, getan, Schmerz eliminiert.

Wie in der Anleitung beschrieben, fing ich also mit der niedrigsten Stärke an und merkte erst mal gar nichts. Ich muss zugeben, dass sich in dieser Sekunde eine kurze Enttäuschung breit machte, denn irgendwie dachte ich, ich drücke einfach auf den Knopf und merke sofort eine Besserung. Da hatte ich die Rechnung aber ohne Livia gemacht. Denn tatsächlich passierte genau das, als ich noch einmal auf das kleine Plus drücke.

Bereits auf der zweiten Intensitätsstufe verspürte ich auf einmal ein ganz leichtes Kribbeln und meine Schmerzen waren weg! Skeptisch wie ich bin, dachte ich erst mal: „Naja… also Menstruationsschmerzen kommen ja meist in krampfartigen Schüben. Vielleicht habe ich gerade einfach keine Krämpfe und es ist Zufall, dass kein Schmerz mehr zu spüren ist.“ Also schaltete ich Livia wieder aus. Genau 10 Sekunden später waren meine Schmerzen wieder da. Könnte also immer noch ein Zufall sein? Ja, das dachte ich auch.

Ich habe Livia also wieder angeschaltet. Schmerzen weg.

Weil ich es dann immer noch nicht glauben konnte, habe ich dieses An- und Ausschalt-Spielchen noch ca. 15 Mal wiederholt und  immer mit dem gleichen Ergebnis: Sobald das kleine lila Teilchen angeschaltet war, verschwanden meine Schmerzen und wenn ich es ausschaltete, kamen sie wieder. Verblüffend!

Livia in Use
Ratgeber

Mein Fazit nach dem Testlauf

Ich bin ein bisschen verliebt. Livia funktioniert, erleichtert mir definitiv den Alltag während den ersten Tagen der Menstruation und gibt mir persönlich einfach mehr Freiheit. Nach zwei getesteten Zyklen kann ich also ganz klar sagen, dass ich dieses kleine innovative Teilchen nicht mehr hergeben möchte.

Das sagt übrigens auch die Gewinnerin, die eine Livia beim Blog-Geburtstag gewonnen hat. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, auch sie nach ihrer Meinung zu fragen, und das hat sie mir darauf geantwortet:

Hallo liebe Isabel,
erst mal möchte ich mich noch mal ganz herzlich für den Gewinn bedanken! Ich habe noch nie etwas gewonnen und habe mich wirklich unheimlich gefreut!! DANKE!
Jetzt zu deiner Frage: Ja, ich habe Livia schon testen können, denn genau 5 Tage nachdem der Postmann bei mir vorbei kam, kündigte sich meine Periode an. Da ich seit einigen Jahren an Endometriose leide, habe ich relativ starke Schmerzen und meist beginnen diese auch schon eine Woche bevor die Blutung einsetzt. Ich war also mega gespannt, ob es durch so ein kleines Gerät besser werden könnte. Es wurde besser!
Die Schmerzen waren nicht komplett verschwunden, aber definitiv mit dem Gerät mehr als aushaltbar. Tatsächlich hatte ich schon so ein ähnliches TENS-Gerät zu Hause. Als Endometriose-Patientin kennt man diese Geräte ja. Aber das Teil, das ich bisher verwendet habe, war um einiges größer und das konnte ich nicht mit auf die Arbeit nehmen. Livia ist so klein und unauffällig, dass das gar kein Problem ist. Der Unterschied der Leistung von dem großen TENS-Gerät mit 4 Elektroden und der kleinen Livia ist minimal.
Ich bin also wirklich begeistert und echt dankbar für diesen Gewinn! Danke, danke, danke.

Kosten

Livia ist in der Anschaffung leider nicht ganz so günstig. Man bekommt sie aktuell für knapp Livia. In dem Paket enthalten sind neben dem Gerät (inkl. Ladekabel & Reise-Etui) auch Gel-Pads für drei Monate. Wobei ich sagen muss, dass ich schon zwei Monate mit einem paar Pads auskomme. Sind die Gel-Pads verbraucht, besitzen also keine Klebekraft mehr, kann man diese im Livia-Shop nachkaufen. Für ein Päckchen mit Pads für 12 Monate zahlt man 30,00 €.

Rechnet man das mal hoch, ist das aber gar nicht mehr so teuer.

Die günstigsten, mir bekannten Wärmepflaster kosten pro Packung (2 Stück a 8 Stunden Wirkung) ca. 4,00 €. Davon brauchte ich ca. 2 Päckchen pro Periode. Aufs Jahr gerechnet sind das knapp 100,00 €.  Tee, Magnesium-Öl und Wärmflasche nicht eingerechnet. Im Gegensatz zu den Pflastern muss Livia nur einmal gekauft werden, und die Jahreskosten für die Pads belaufen sich dann nur noch auf maximal 30€ pro Jahr. Für mich persönlich also die günstigere Variante.

Alternativen zu Livia

Manchen ist dieses schicke innovative Gerät vielleicht trotzdem zu teuer. Deshalb möchte ich gerne noch zwei Alternativen aufzeigen, die eventuell hilfreich sein können.

TENS-Geräte

Diese Geräte, die mit der gleichen Technologie wie Livia arbeiten, gibt es auch in anderen Varianten zu kaufen. Mir sind bisher zwar keine bekannt, die so klein und handlich sind wie Livia, aber das braucht vielleicht auch nicht jeder. Wer also darauf verzichten kann, sich das Gerät an den Hosenbund zu klippen, um damit z.B. zur Arbeit zu gehen, sollte sich die „normalen“ TENS-Geräte einmal näher anschauen. Für zuhause sind sie auf jeden Fall toll! TENS-Geräte gibt es schon ab ca. 30,00 -60,00 €, wie beispielsweise dieses hier.

Wärmekissen

Spezielle Wärmekissen für den Unterleib waren bisher meine absoluten Geheimwaffen, wenn es um die Schmerzbekämpfung während der Periode ging. Sobald ich mein kuschliges Erste-Hilfe-Perioden-Lager mit Wärmflasche, Decke und Tee gegen den Schreibtisch tauschen musste oder einfach etwas gegen die Schmerzen unternehmen wollte, kamen diese zum Einsatz. Mir haben sie immer sehr gut geholfen, auch wenn sie auf Dauer ein bisschen teuer sind. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Hersteller dieser selbstklebender Wärmekissen. Ich habe sowohl mit den Kissen von Thermacare als auch mit der Variante von SOS gute Erfahrungen machen können.


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Über die Autorin dieses Artikels

Isabel ist Gründerin von Generation Pille und Autorin des Buches "ByeBye Pille". Ziel der Seite und jedem einzelnen Beitrag ist es, Frauen zu helfen, ihren Körper besser zu verstehen, Symptome zu deuten und sowohl körperliche als auch hormonelle Zusammenhänge zu begreifen. Der Fokus ihrer Beiträge liegt hierbei ganz klar auf den Themengebieten Frauengesundheit, Hormone, hormonelle Beschwerden und natürliche Verhütung.
Instagram: @_isabelmorelli_
Kontakt: isabel@generation-pille.com